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Schnittmuster plotten lassen

Anfang der Woche hab ich euch ja gezeigt, wie ich Schnittmuster zusammenklebe.

Aber es gibt natürlich noch eine Alternative zum Selberkleben. Man kann Schnittmusterbögen auch plotten lassen.

Hierfür braucht man eine passende Schnittmusterdatei im A0 oder A1-Format. (Bei meinen neueren Ebooks, wie z.B. beim Kindergartenkleid sind diese Dateien inzwischen mit dabei, für die älteren Ebooks werde ich sie nach und nach noch ergänzen.)

Ich bestelle meine Plotts am liebsten bei dieplotterei.de (Das ist übrigens unbeauftragte, unbezahlte Werbung aus Überzeugung.)

Welches Produkt muss ich jetzt auswählen?

Jetzt musst du dich entscheiden, zunächst einmal zwischen Farbe und schwarzweiß.
Ich wähle bei Plotts wähle ich immer die schwarzweiß-Version, da mir Farbplotts einfach zu teuer sind. Aus diesem Grund sind meine Plotterdateien in den Ebooks übrigens auch in s/w angelegt, schön übersichtlich, mit verschiedenen Linienarten für jede Größe.
Die Faltung ist auch Geschmacksache, ich bevorzuge die Paket-Faltung Münchener Faltung.

Jetzt kommt das Bestellfenster. Hier kannst du die Papierqualität wählen – für Schnittmuster finde ich 80g/m² völlig ausreichend – und die Datei wird hochgeladen. Danach siehst du automatisch den Preis, der dir berechnet wird. Es gibt keine bösen Überraschungen…
(Hier im Beispiel hab ich die Datei vom Kindergartenkleid (No.36) hochgeladen, die ist etwas größer, als A0 und kostet daher etwas mehr, als ein normaler DIN A0-Druck, ist aber immernoch günstiger, als zwei einzelne Bögen.)

Das wars schon. Jetzt noch die Bestellung abschicken, warten, bis die Post liefert und schon kannst du mit Nähen loslegen.

Bis bald,

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Schnittmuster kleben

Bei Ebooks ist das ja immer so ne Sache… vor dem Nähen kommt das Kleben. Ich weiß, dass das bei vielen die ungeliebteste Aufgabe überhaupt ist und ich nehme mich da auch nicht aus. Ich bin absolut kein Klebefan und meditativ finde ich daran auch nichts.

Schon vor Jahren hab ich mir deshalb Gedanken gemacht, wie das lästige Kleben am besten vereinfacht werden kann. Meine Lösung waren die Klebesterne. (Die gibt es bei mir übrigens seit 2012.) Bei meinen Schnitten findest du auf allen Schnittteilen, die nicht auf ein DIN A4 Blatt passen, Klebesterne, als optische Hilfe, denn manchmal ist es ja nicht so einfach mit den Linien am Rand, oder es sind garkeine Linien auf einem Blatt, wenn es sich um ein sehr großes Teil handelt. Die Sterne müssen am geklebten Schnittteil komplett zu sehen sein, sonst ist ein Fehler passiert.

Außerdem hab ich mich entschlossen, KEINE großen Schnittbögen mehr zu machen, sondern für alle Schnittteile sozusagen kleine Minibögen zu erstellen, die aus zwei, drei, vier usw. Seiten zusammengesetzt sind. Streifen zusammenkleben klappt ja meistens ganz gut, an den Klebekreuzungen wird es dann schon schwieriger und häufig auch ungenau. Natürlich lässt sich das bei größeren Schnittteilen nicht immer vermeiden, aber so weit es möglich ist, verzichte ich auf Kreuzungen.

Das war jetzt also mein Anteil daran, euch das Kleben besonders einfach zu machen.

Aber immer wieder kommen auch Nachfragen, wie denn am besten geklebt wird und welche Möglichkeiten es gibt.

Die verschiedenen Möglichkeiten

Ich selbst habe jahrelang mit Klebefilm und Abroller geklebt.
Hier wird an einer Seite der Rand abgeschnitten, an der gegenüberliegenden Seite bleibt er als Klebelasche stehen. Die Seiten werden übereinander gelegt und von oben mit Klebefilm festgeklebt.
Allerdings hatte ich nach jeder Klebeaktion aufgerissene Fingerkuppen von dieser Abreißhilfe am Abroller. (Es war übrigens egal, welchen Abroller ich genutzt habe, und ich hab sehr viele davon ausprobiert.) Außerdem ist guter Klebefilm ziemlich teuer und ich brauchte immer Unmengen davon.

Meine Zwischenlösung war Klebestift. (Das funktioniert genauso, wie mit dem Klebefilm, nur dass man den Überstand mit Klebestift bestreicht und dann die nächste Seite passend festklebt, statt von oben mit Klebefilm zu kleben.) Damit kam ich allerdings gar nicht klar.

Dann gibt es ja noch die Methode, bei der man nur eine Ecke abschneiden soll. (Wen es interessiert: dazu gibt’s einige Videos bei YouTube.) Ich hab es auch mal getestet, aber MEINE Methode ist das nicht. Davon abgesehen passt die Methode bei meinen Schnitten auch nicht, weil es ja keinen Rahmen gibt.

Meine Lieblingsmethode

Seit einiger Zeit klebe ich jetzt mit Abklebeband aus dem Baumarkt. (Buntes Maskingtape wäre hier auch eine Alternative, das ist ja im Prinzip fast das gleiche, wie Abklebeband, nur in schön, es ist aber auch wesentlich teurer.)
Malerkrepp hat für mich gleich mehrere Vorteile: ich brauche keine Hilfsmittel (Schere, Abroller usw.), weil es sich leicht von Hand abreißen lässt, und es ist wieder ablösbar, ohne das Papier kaputt zu machen, so kann man leicht korrigieren, falls man sich doch mal verklebt hat. Außerdem ist es im Vergleich zu anderen Methoden günstig. Den Nachteil – es ist nicht durchsichtig – mache ich dadurch wieder wett, dass ich einfach von der Rückseite aus klebe.

Zuerst werden alle Kleberänder abgeschnitten. Ich nutze dafür einen Papierschneider. (Meiner war bei meinem Laminiergerät dabei, die gibt es aber natürlich auch einzeln zu kaufen, z.B. hier* oder hier*.)

Dann drehe ich eine gedruckte Seite um, reiße mir ein Stück Abklebeband in der passenden Länge ab und klebe es überlappend an den Rand.

Jetzt drehe ich die Seite wieder um, mein Druck liegt jetzt oben.

Auf dem überstehenden Klebeband richte ich jetzt meine zweite Seite aus (zur Orientierung hab ich nutze ich meinen Klebestern und die Linien) und klebe sie fest.

Das ganze wird so lange wiederholt, bis mein komplettes Schnittteil zusammegeklebt ist.

Anschließend schneide ich die Schnittteile immer aus. (Falls ich nochmal ne andere Größe brauche, klebe ich lieber nochmal neu. Abpausen mag ich nämlich noch weniger, als zusammenkleben.)

Das war also MEINE Lieblingsmethode zum Kleben.
Erzählt doch mal, wie ihr am liebsten klebt. Ich bin ja neugierig, und vielleicht gibt’s ja auch noch ne Methode, die ich nicht kenne?

Bis bald,

Die mit * markierten Links führen zu Amazon. Falls ihr über diese Links einkauft, bekomme ich eine kleine Provision, die dazu beiträgt, diese Seite am laufen zu halten. Für euch ändert sich am Preis natürlich nichts.

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Kleiner Nähkurs / Tutorial: Halsausschnitt versäubern

Hier in diesem Artikel findest du ein Tutorial, in dem ich dir erkläre, wie du den Halsausschnitt eines Oberteils mit Halsbündchen oder eines Oberteils mit Kapuze mit einem Halsausschnittstreifen versäubern kannst.

Die Streifenversäuberung ist perfekt für Kinder, die sich beschweren, dass die Naht drückt oder kratzt oder bei Oberteilen mit nach hinten ziehender Kapuze, bei denen man sonst immer die Naht sieht. Der bunte Streifen ist ein toller Farbtupfer und auch super geeignet, um dem Kind zu vermitteln, wo „hinten“ ist. (Bei Selbstgenähtem ist da ja meistens kein Schild.)

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Lilles Geburtstagskleid

Dieses Posting enthält unbeauftragte, unbezahlte Werbung, wegen Nennung von Marken und Artikeln. Alle erwähnten Artikel wurden von mir selbst bezahlt.

Ich liebe Geburtstagsshirts, die gehören bei uns zur festen Geburtstagstradition. Damit haben wir schon bei Bo zum ersten Geburtstag angefangen und natürlich wurde diese Tradition auch für Mo und Lille fortgesetzt.

Dieses Jahr gab es zum ersten Mal ein Geburtstagskleid für Lille, denn sie trägt fast immer Kleider oder Tunikas mit Leggings oder Strumpfhose dazu, ein Geburtstagsshirt hätte wohl die meiste Zeit im Schrank gelegen.

Egentlich war das Geburtstagskleid ja schon so gut wie fertig (nur Bündchen und Saum fehlten noch), da wurde mir erklärt, der ausgesuchte Stoff sei zwar schön, aber doch garnicht rot. Und rot sei doch ihre Lieblingsfarbe und außerdem bräuchte sie unbedingt ein rotes Geburtstagskleid.

Mein Stoffschrank ist zwar durchaus gut gefüllt, aber rot ist jetzt nicht gerade oft vertreten. Zum Glück fiel mir ein, dass ich ja noch den roten Kombisweat zum letztjährigen Winterpauli im Schrank liegen hatte. Der lag nicht farblich sortiert bei den anderen Stoffen, sondern in MEINEM Abteil, denn eigentlich wollte ich den für mich vernähen. Aber nun gut, was tut man nicht alles für strahlende Kinderaugen 😉

Der passende Kombistoff war für meine Zwergenliebhaberin auch schnell gefunden…

Und so entstanden einen Lumi mit Zipfelkapuze und passende Wichtelbeine, beides in Gr. 98.

Lilles Geburtstagswunsch war eine „Schokoladenpubbi“. Nach langer Suche hatte ich mich für diese hier entschieden. Die sieht eigentlich ganz niedlich aus, hatte aber nur einen sehr hässlichen Body an. Also wurde auch Bonnie benäht, natürlich im Partnerlook mit ihrer Mama.

Als Schnittmuster hab ich einfach meine ganz normalen Babyschnittmuster verwendet. Da Bonnie sehr seltsame Proportionen hat, musste ich diese allerdings anpassen.
Die Hose eine Malvi in der Länge 62, in der Weite hab ich gut 5 cm pro Bein rausgenommen.
Beim Pullover habe ich Vitus in Gr. 50 als Grundlage verwendet. Die Ärmel mussten zusätzlich nochmal gekürzt werden. Die Kapuze ist einfach ein Rechteck, die Weite entspricht dem Halsausschnitt + Saumzugabe am vorderen Rand, die Höhe entspricht der Strecke von der Schulter bis zur Mitte des Kopfes gemessen.

Das Geburtstagskind hat sich sehr gefreut und direkt in Pose geworfen 😉

 

Stoffe: Sweat von Stoff&Liebe, Jersey von Lillestoff

Schnittmuster: Lumi, Wichtelbeine, Vitus und Malvi

Puppe: von Dolls World über Amazon*

 

*affiliate Link

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Tutorial: Wie näht man eigentlich einen Stufenrock?

Kurz vor dem Start der Fußball-WM habe ich für meine Lille ein Fan-Outfit genäht und für dich ein Tutorial erstellt, wie man einen Stufenrock näht. Das geht natürlich auch mit anderen Stoffen *g*

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